Unser Anliegen               



Nicht nur Dampflokomotiven sind Zeitzeugen der Eisenbahngeschichte, auch alte elektrische Schienenfahrzeuge sind des Schutzes würdige Kulturgüter. Mit diesem Anspruch hat sich im
Jahre 1984 die BSW-Freizeitgruppe historische Schienenfahrzeuge Haltingen gegründet.

In ihrer Pflege steht der historische Eiltriebwagen elT 1801 a/b spätere Baureihenbezeichnung ET 25 015 a/b,
der als erster seiner Bauart am 30. Januar 1935 die Werkhallen der Maschinenfabrik Esslingen verlassen hat.
 
 

Die Erfolgsgeschichte des "historischen Markgräflers" als Museumsfahrzeug wurde jäh durch einen Rangierunfall am 03.05.1999 beendet, oder nur unterbrochen!?

Welche Alternativen bleiben:
Verschrotten, Mauerblümchendasein oder Aufarbeitung. Für letztere Möglichkeit sind min. 250.000 EURO
für Arbeiten in einer Werkstatt für schwere Instandhaltung notwendig.

Viele Fans und die Mitglieder der Interessengemein-schaft wären Ihnen als Spender oder Sponsor über alle Maßen dankbar.
Damit Ihre Spende absetzbar ist, wurde eine Interessengemeinschaft elT 1801 a/b e.V. gegründet.

 

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Meine letzte Chance!
Der berühmte Markgräfler ET 25.

Einst fuhr ich durch's Ländle im Markgräflerland,
als stolzer ET 25 war ich bekannt.
Fuhr auf den Schienen das war der Sinn,
durch das Ländle mal her und mal hin.
Man wartete gerne, auf mich war Verlass.
Mit mir zu fahren machte noch Spaß.
Die Technik, sie verändert die Welt
und du wirst einfach auf die Seite gestellt.



Es gab Menschen die mochten mich sehr.
Du bist ein Stück Heimat dich geben wir nicht her.
Diese Idealisten setzten ein Ziel.
Wir möbeln dich auf was allen gefiel.
Nicht immer war es mit mir leicht.
Zum Schluss hat man das Ziel doch erreicht.
Und stand dann da im heimatlichen Haus,
sah noch schöner als früher aus.
Stolz fuhr ich wieder durch das Markgräflerland
meine Beliebtheit wurde auch weltweit bekannt.
Eine Reise nach Norwegen wurde ausgesucht,
ich war total ausgebucht.
Fuhr Stolz durch das Nordische Land,
es war sehr schön und auch interessant.
In der Schweiz hab' ich meine Runden gefahren
und war immer voll beladen.
Firmen, Vereine was soll ich da sagen,
man hat mich gemietet, man wollte mich haben.
Ich wusste nicht wie mir geschieht,
ich war auf einmal überall beliebt.
Damit ich an Schönheit und Wert nichts verlier',
hat man mich von innen noch restauriert.
Jede DM, es hatte schon seinen Zweck
wurde einfach in mich reingesteckt.
Nun stand ich da; schön und perfekt
und habe großes Interesse geweckt.
Ich wurde überall begehrt
und mit dem Wappen von Weil noch beehrt.
Wo Freunde sind, es nicht lange dauert,
der Feind auf seine Chance lauert.
Ich bin noch ganz benommen,
denn ich habe fast ein anderes Outfit bekommen.
Mein rotes Kleid wie man sieht,
hat man mit Graffiti besprüht.
Damit dieses nicht wieder passiert,
hat man mich einfach umrangiert.
Dabei geschah dann das Maleuer,
ein Unfall, ich kann bitte nichts dafür.
Es war der Mensch ich muss es sagen,
schob mich in den Schiebebühne - Graben.
Jetzt steh' ich da mit dem Malheur,
hab' kein Motor und Fahrwerk mehr.
Mein Rahmen der ist auch verschoben.
Ich bin am Ende, es ist nicht gelogen.
Den Schaden hat man abgeschätzt.
250 000 Euro sind es jetzt.
Was nützt mir die Schönheit und die Ehr,
jetzt steh' ich da mit dem Malheur.
Ich habe mir die Frage gestellt!
Wir gehörten doch zusammen auf dieser Welt.
Hab' euch hin und her gefahren,
zur Arbeit und in den Einkaufsladen.
Zusammen waren wir berühmt,
zusammen haben wir unser Brot verdient.
So frag' ich euch mit bedacht:
"Habt ihr nie einen Fehler gemacht?"

Würde jeder einen Euro investieren,
könnte man mich wieder reparieren.
Dann wäre einfach nichts passiert,
wenn man Motor, Fahrwerk implantiert.
Es wäre nicht dein Schaden
und könntest auch mal wieder mit mir fahren.
Als altbekannte ungeniert,
hättest mich mit 1,00 Euro repariert.
Ich möchte euch nicht gerne stören.
Meinen Hilferuf solltet ihr doch hören.
Zum Schluss hättest mit bedacht,
mit 1,00 Euro noch ein Wunder vollbracht.
Wem solche Berühmtheit wiederfährt,
wäre auch mir einen Euro Wert.
Sollte je ich wieder fahren,
werde ich gerne euch Danke sagen!
 
Rheinfelden, den 09.09.03
Lyrik: Carl-Heinz Millmeier


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